Moving out…Moving on (Teil 1)

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Ein neues Kapitel in meinem Leben beginnt…nach langen Jahren des WG-Lebens verlasse ich mein kleines (aber wunderschönes…seufz) WG-Zimmerchen und breche auf zu neuen Ufern: in die erste gemeinsame Wohnung mit meinem Freund. Und wir haben auch schon eine traumhafte Altbau-Wohnung gefunden. Fünf riesige Zimmer mit hohen Stuck-Decken, Dielenboden und großen Fenstern.

Endlich kann ich die Wohnung so einrichten, wie es mir gefällt…neue Möbel und zahllose Trips zum nächsten Ikea: Das waren meine schönen Vorstellung vom bevorstehenden Umzug.  Dass davor aber der große anstrengende Teil mit Packen, Planen, Streichen und Möbel schleppen kommt, hab ich in meiner rosa-roten Traumwelt erstmal ignoriert. 😉

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Wohnungstür mit Buntglas-Fenstern und Fur

Und dann ging alles super schnell: Eine Woche Kisten packen und im Chaos leben…schrecklich! Natürlich habe ich da auch die vier Phasen des Umziehens erlebt:

  1. Phase: Chill-Modus – „Aaaach, so viele Umzugs-Kartons brauche ich doch gar nicht. Zehn reichen locker…und in höchstens 1-2 Tagen habe ich alles gepackt und fange an, die Sachen in die neue Wohnung zu tragen.“ Jeden Tag räumte ich ein bisschen was in die Kartons, sortierte haufenweise Papier und alten Schrott aus und hielt mich für wahnsinnig produktiv.
  2. Phase: Erkenntnis – „Niemals reichen zehn Kartons. Ich brauche mindestens 50…Warum habe ich nur so viel Zeug??? Und wo hat das die ganzen Jahre gesteckt???? Ich werde es niemals schaffen, alles einzupacken…“ Am Rande des Wahnsinns packte ich gefühlt 20 Kartons gleichzeitig und rannte von Schrank zu Schrank – Ordnung und strategisch-kluges Packen habe ich dabei vollkommen hinter mir gelassen.
  3. Phase: Erschöpfung – Nach dem dritten Besuch im Baumarkt, um schon wieder neue Kartons zu kaufen und einem komplett zugestellten Schlaf- und Wohnzimmer kam die absolute Gewissheit: „Ich werde es niemals schaffen umzuziehen und letzten Endes im Kisten-Chaos versinken und leise dahin vegetieren…“
  4. Phase: Hoffnung – Natürlich klappt dann am Ende doch alles. Alle Sachen sind verstaut, Schränke und Möbel zum Abbauen leer geräumt und auch der Sprinter für den Umzug bereit. Und auch wenn man nachher stolz und müde vor dem leeren Zimmer steht, schwört man sich feierlich: „Nie, nie, nie wieder werde ich umziehen!“
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Stuckdecke

Auch wenn dann alles zeitlich mehr oder weniger gepasst hat und wir zum großen Umzugs-Wochenende bereit waren, hat es das Schicksal dann leider doch nicht so gut im uns gemeint. Einen Tag bevor unsere Umzugshelfer aufgeschlagen wären, meldete sich der Vermieter bei uns und musste uns mitteilen, dass die Malerarbeiten in der neuen Wohnung nicht sorgfältig gewesen wären und somit erneut eine Firma beauftragt werden müsste. Erst wenn die Arbeiten vollständig abgeschlossen wären, könnten wir den Schlüssel zur Wohnung erhalten. Für mich typisch bin ich erneut in vollkommene Panik verfallen – schließlich mussten wir zum Streichen unsere Zimmer leer räumen und natürlich warteten unsere Nachmieter auch schon darauf, einziehen zu können. Daneben waren die Umzugshelfer und Autos nur am Wochenende verfügbar und zu allem Überfluss der offizielle Mietbeginn auch noch unter der Woche: Und abends nach der Arbeit ohne großes Auto und ohne Helfer umzuziehen….fast unmöglich.

Wohnzimmer

Wohnzimmer

Zum Glück konnten wir dann doch noch eine Lösung finden: Am Wochenende haben wir wie geplant die Möbel und Kisten im Keller der neuen Wohnung verstaut und im großen Wohnzimmer so platziert und abgedeckt, dass die Malerarbeiter ohne Probleme an die Wände kommen. Den Rest der Zeit mussten wir dann zu zweit in einer komplett leer geräumten Wohnung auf einer Matratze auf dem Boden verbringen. Komfortabel ist zwar anders – aber immerhin haben wir mit toller Unterstützung von Freunden und Familie den Mammutakt erledigt. Sobald wir dann am 1. September unser neues Heim beziehen, geht es dann zum schönes Teil über: dem Einrichten.

Esszimmer

Esszimmer

Fotos von der Wohnungs-Entwicklung gibt es natürlich auf dem Blog…;)

Alles Liebe (und drückt mir die Daumen, dass alles klappt!)

Eure C.

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