Moving out…Moving on (Teil 2)

Jetzt ist der Umzug schon fast drei Wochen her…Wahnsinn, wie die Zeit vergeht. Seit dem war ich schon auf zwei konspirativen Trips zum liebsten schwedischen Möbelladen (gemeinsam mit der allerliebsten L. <3) und die Räume werden jeden Tag immer wohnlicher.

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Das Stufenregal von Ikea steht im Wohnzimmer

Trotzdem liegen die Nerven immer noch teilweise blank. Es heißt ja nicht umsonst, dass ein gemeinsamer Umzug eine ultimative Prüfung für jede Beziehung sei. Und so ist es irgendwie auch – vollkommen überanstrengt nach einem ohnehin schon vollgepackten und stressigen Arbeitstag gegen 19 Uhr abends ständig Kisten aus dem Keller hoch zu schleppen, aus zu packen und dann doch kein aufgebautes Regal zu finden, um den ganzen Krempel zu verstauen – das zehrt an den Nerven und macht gereizt (zumindest mich). Man hat das Gefühl, dass das Kisten-Chaos nicht beseitigt, sondern ständig neue Unordnung geschaffen wird, je länger man Teller, Bücher und allerhand Nippes aus den Kisten hervorzaubert. Um es dann am Ende doch wahllos auf den Boden oder irgendwelche Ablagen zu legen, da noch keine Schränke aufgebaut sind, um den Kram ordentlich zu verstauen.

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Die kleinsten Konflikte (zum Beispiel wenn ein Spiegel nicht an genau jener Stelle aufgehängt werden kann, weil da nun mal eine Stromleitung verläuft) verwandeln mich in solchen Momenten wieder in ein kleines anstrengendes Mädchen, dem ständig eine Tränenflut droht. Und die Flut kam. Fast täglich. Zumindest in der ersten Woche. Und ja, ich weiß, es ist peinlich – und ungerecht – vor allem meinem armen Freund gegenüber, der ja nun wirklich nichts dafür kann, dass Stromleitungen in den Wänden liegen und man da keine tiefen Löcher bohren sollte (sowas aber auch…;)).

Aus alten Weinkisten habe ich ein kleines Bücherregal zusammengebaut

Aus alten Weinkisten habe ich ein kleines Bücherregal zusammengebaut

Erschwerend kommt hinzu, dass man gerade in den ersten Wochen außer dem Arbeitsplatz und der Wohnungs-Baustelle gefühlt keine andere Orte mehr zu Gesicht bekommt (außer vielleicht die nächste Ikea-Filiale) – geschweige denn so etwas wie Sonne. Keine Zeit für Sport oder mal einen Kaffee mit Freunden. Und weil Geschirr und Lebensmittel in der Küche auch noch Mangelware sind (schließlich sind die Töpfe und Pfannen klassischer Weise im allerletzten Karton-Stapel im Keller verstaut), ernährt man sich täglich von Take-away-Nahrung des nächsten Chinesen oder Döner-Ladens (ohne den Parkdeck-Döner in Saarbrücken wären wir bestimmt verhungert…).

Ein Blick ins Esszimmer

Ein Blick ins Esszimmer

Aber – natürlich ist da auch das berühmte Licht am Ende des Tunnels. Jeden Tag wird das Chaos ein bisschen kleiner und irgendwann ist man in Woche drei sogar schon so weit, dass man ein Bild an die Wand hängt und ein paar Pflanzen im Wohnzimmer dekorativ drapiert.

Alle notwendigen Möbel sind gekauft – und bis auf den Pax-Kleiderschrank, den mein und L.’s Freund in Schwerstarbeit Stück für Stück aufbauen, steht soweit inzwischen auch alles. Und wenn sich das Konto wieder ein bisschen erholt hat, werden dann Ende diesen oder Anfang nächsten Jahres auch die letzten „Luxus-Möbel“ für den perfekten Schliff in der Wohnung sorgen: Ein neues Fernsehschränkchen, ein großes Bücherregal und ein Sideboard für das Esszimmer. Uns schweben da die klassisch-weißen HEMNES-Varianten von Ikea vor – ich freue mich natürlich aber auch über (bezahlbare :)) Vorschläge oder Tipps, wo man schöne Möbel her bekommt. 😉

Alles Liebe,

 

Eure C.

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